5.5.26, lunch@work, LIGA Lindengut-Garage AG Hochvolt trifft Classic: Die wrw zu Besuch bei der LIGA in Wil
Begrüsst wurden die Mitglieder von der wrw-Präsidentin Michèle Jäger und der LIGA-Geschäftsführerin Chantal Eder. Ebenfalls vor Ort war LIGA-VR-Präsident Bruno Jäger. Anschliessend ging es direkt auf den Rundgang. Das LIGA-Team führte die Teilnehmenden durch verschiedene Stationen des Betriebs – vom neuen Showroom über die Werkstatt und das Pneulager bis hin zur Teilelogistik, der Classic-Car-Spezialwerkstatt und dem Hochvolt-Stützpunkt.
Showrooms, Werkstatt – und Logistik im Hintergrund
Im Mittelpunkt stand der neue Showroom, der zusammen mit einer energetischen Sanierung, modernisiert und ausgebaut wurde. Heute werden dort Marken wie Mercedes-Benz, Alfa Romeo, Fiat und Jeep präsentiert. Gleich daneben liegt der im Jahr 2019 eingeweihte VW-Showroom.
Wer denkt, das Herz eines Garagenbetriebs schlage nur im Verkauf oder in der Werkstatt höher, wurde spätestens im neuen, zweistöckigen Ersatzteillager eines Besseren belehrt: Hier laufen Teile für mehrere Marken zusammen – teils sogar via Nachtanlieferung, damit Werkstattaufträge sowie Lieferungen an externe Garagen oder Privatpersonen effizient gewährleistet werden können. Gerade in solchen Bereichen erhalten auch die Lernenden praxisnahe Einblicke in Abläufe, Logistik und Kundenbedürfnisse.
Im Pneucenter (Neubau 2019) herrscht derzeit Hochbetrieb: Mit vier Liften und einem Lager von rund 16’000 Rädern für etwa 4’000 Kundenfahrzeuge ist das Radlager längst eine eigene Logistikwelt – inklusive Räder-Waschstrasse und effizienter Abläufe.
Classic Cars: Leidenschaft als Kompetenzzentrum
Ein weiterer Bereich ist die Spezialwerkstatt für Classic Cars. Als Mercedes-Classic-Partner kümmert sich die LIGA um Wartung, Reparaturen und Instandhaltung – auch in enger Zusammenarbeit mit der Larag AG in den Bereichen Teileherstellung, Carrosserie und Lackierung. Neben Mercedes werden auch Oldtimer unterschiedlichster Marken fachmännisch betreut. Ein Bereich, der deutlich zeigt: Neben Hightech bleibt im zeitgemässen Automobilgewerbe auch Platz für Nostalgie und Leidenschaft.
Elektromobilität verändert die Berufe
Besonders eindrücklich wurde es beim Posten zur Elektromobilität: Ein Hochvolt-Experte erklärte den Teilnehmenden, was sich im Werkstattalltag verändert hat. Bereits ab 60 Volt gilt ein System als Hochvolt – und Arbeiten an 400 bis 800 Volt sind «Arbeiten am offenen Herzen»: mit Spezialwerkzeug, strikten Sicherheitsprozessen und Schutzkleidung – und die bleibt selbst bei Sommerhitze Pflicht.
Die LIGA ist seit zwei Jahren offizieller Hochvolt-Stützpunkt und hat dafür rund CHF 100'000.– in Infrastruktur, Equipment und Ausbildung investiert. Die Ausbildung zum Automobilfachmann bzw. Automobilmechatroniker enthält zwar Hochvolt-Grundlagen, doch erst Zusatzqualifikationen (bis hin zum Hochvolt-Experten) erlauben es, Arbeiten an Batterien und Systemen – inklusive Akkureparaturen – durchzuführen. Zudem unterscheiden sich ältere E-Fahrzeuge deutlich von neuen Generationen, die «von Grund auf anders konstruiert» sind.
Der wrw-lunch@work bei der LIGA zeigte: Garagen sind längst mehr als Werkstatt und Verkauf. Sie sind Ausbildungsbetriebe mit neuen, spannenden Berufsfeldern, Logistikdrehscheiben und Kompetenzzentren – und sie stehen mitten im Wandel. Ein Wandel, den die LIGA sichtbar erfolgreich meistert.
Zum Abschluss bot sich beim gemeinsamen Stehlunch mit belegten Broten die Gelegenheit, sich weiter auszutauschen und die gewonnenen Eindrücke zu vertiefen. Die wrw bedankt sich herzlich beim gesamten LIGA-Team für die grosszügige Gastfreundschaft und die spannenden Einblicke in einen vielseitigen und zukunftsorientierten Betrieb.
Der nächste lunch@work findet am 15. September 2026 bei Gebrüder Egli Maschinen AG in Rossrüti statt. Einladung folgt.






















































